So einfach wird dein Baby zum Beikostfan

Ganz oft höre ich in meinen Beratungen diesen Satz: „Mein Baby will nicht essen, was soll ich tun? Ich kann es ihm ja nicht rein stopfen!“

Die Mamas bemühen sich oft so mit der Breizubereitung und ernten von ihren kleinen Löfflern gerümpfte Nasen und Münder die sich kein zweites Mal öffnen.

Ich kann dir nur sagen, ich versteh dich total!

Obwohl ich sagen muss, dass mein 18 Monate alter Sohn wirklich ein begeisterter Esser ist, hab ich diese Erfahrung natürlich auch hin und wieder gemacht.

Auch heute reagiert er auf neue Speisen manchmal noch skeptisch – lässt sich aber zum Kosten überreden – und meistens schmeckt es ihm danach auch. 🙂

Wenn du dich fragst, warum dein Baby so wenig Freude an fester Nahrung hat, dann hab ich heute ein paar Antworten für dich!

Warum will mein Baby nicht essen?

Es gibt unterschiedliche Gründe warum Babys oft die Beikost verweigern.

  1. Sie sind noch nicht bereit für feste Nahrung

Ganz oft ist es so, dass Babys noch nicht bereit sind vom Stillen oder der Flaschennahrung auf feste Nahrung umzustellen.

Als mein Sohn 5 Monate alt wurde ging die Fragerei schon los: „Und? Hat er schon sein erstes Löffelchen bekommen?“

Mamas und Papas werden oft durch das Umfeld richtig unter Druck gesetzt und verunsichert.

In anderen Fällen ist die Vorfreude der Eltern auf das Mitessen der Kleinen am Familientisch oft so groß, dass viel zu früh mit fester Nahrung begonnen wird.

Stephanie Schattauer geht in diesem Artikel genau auf die körperlichen Kriterien ein die ein Baby erfüllen muss, damit überhaupt mit Beikost begonnen werden darf.

Es gibt aber auch emotionale Kriterien, die oft außer Acht gelassen werden.

Essen ist für Babys mehr, als nur Nahrungsaufnahme.

Das Saugen an Mamas Brust bedeutet für sie Sicherheit und Geborgenheit.

Wenn gestillt wird, ziehen Mama und Baby sich in ihr eigenes kleines Universum zurück und kommen sich fast wieder so nahe wie vor der Geburt. Das Saugen und die warme, süße Milch stillen DAS Grundbedürfnis das Babys haben.

Auch wenn Babys mir der Flasche gefüttert werden verhält es sich ähnlich.

Wann ein Baby dazu bereit ist, die Fühler auszustrecken um zu erkunden was sich außerhalb des Mama-Baby-Universums befindet, ist sehr individuell.

Und auch DU als Mama solltest für diesen neuen Lebensabschnitt bereit sein!

Bitte stress dich nicht und vor allem lass dich nicht stressen!

Es gibt nichts Besseres für ein Baby als Muttermilch!

Feste Nahrung kann es noch sein ganzes Leben lang zu sich nehmen. 🙂

  1. Die Umstellung erfolgt oft zu abrupt

Folgendes kann den Beikoststart erschweren:

  • Es wird innerhalb einiger Tage abgestillt und auf Ersatzmilch bzw. feste Nahrung umgestellt
  • Die Konsistenz des angebotenen Breis ist zu zäh
  • Die Temperatur des angebotenen Breis ist zu warm oder zu kalt
  • Der angebotene Brei ist zu geschmacksintensiv
  • Es wird zu schnell von einer auf die nächste Geschmacksrichtung umgestellt
  • Es werden zu komplexe Geschmacksrichtungen angeboten, bzw. zu viele Zutaten auf einmal
  • Es wird zu schnell von glattem Brei auf Brei mit Stückchen umgestellt
  • Es wird zu früh Fingerfood angeboten
  • BLW als alleinige Methode
  • Obst und Gemüse wird roh angeboten

Bitte vergiss nicht, die flüssige, süße, 37°C warme Milch ist bislang alles was dein Baby kennt und gleichzeitig der Standard an dem alles gemessen wird.

Konsistenzen, Geschmäcker, Temperaturen – das alles ist Neuland für dein Baby. Eine von der Natur mitgegebene Skepsis Neuem gegenüber, ist ein natürlicher Schutzmechanismus und hat sicher vielen Steinzeitbabys das Leben gerettet!

So lernt dein Baby feste Nahrung zu lieben – mit Beikost nach den 5 Elementen

In der TCM ist das Abstillen ein sehr sanfter Prozess und kann beliebig in die Länge gezogen werden.

Das Tempo wird von deinem Baby vorgegeben, was ihm genug Zeit gibt sich auf das Neue umzustellen.

Der flüssige Anteil von Reissuppe, oder Congee, wird als erster Brei angeboten.

Flüssiges Congee ist in seiner Konsistenz der Muttermilch sehr ähnlich und hat auch einen leicht süßlichen Geschmack – der allerdings für unsere abgehärteten Geschmäcker schwer zu erkennen ist.

Der Geschmackssinn von Babys ist jedoch noch so fein und unverfälscht, dass sie jegliche Nuance und auch Temperaturunterschiede erkennen können.

Congee kann ins Fläschchen gefüllt, oder mit dem Löffel gefüttert werden.

Es kann mit Milch (oder Milchersatz) gemischt, anstatt Pre- Nahrung oder Folgemilch, gefüttert werden, wenn nicht genügend Muttermilch vorhanden ist oder einfach als Gute Nacht Fläschchen.

Wenn die Reissuppe gut angenommen wird, kann man nach und nach darauf aufbauen und in den kommenden Wochen und Monaten Gemüse bzw. Obst dazu mischen.

Folgendes Gemüse ist für das 1. Lebensjahr geeignet: (der Saison entsprechend)

  • Karotte, Kürbis, Süßkartoffel, Pastinake (frühestens ab dem 7. Monat)
  • Mangold, Kohlrabi, Rote Rüben, Fenchel, Zucchini, Brokkoli (frühestens ab dem 10. Monat)
  • Zarter Blattspinat (frühestens ab dem 12. Monat)

Folgendes Obst ist für das 1. Lebensjahr geeignet: (der Saison entsprechend)

  • Apfel, Birne, Marille, Pfirsich, Himbeeren, Zwetschgen (frühestens ab dem 7. Monat)

Folgendes Getreide ist für das 1. Lebensjahr geeignet:

  • Vollkorn-Rundkornreis, Süßreis (Mochi Reis), Hirse

Wenn dir diese Nahrungspalette jetzt eintönig vorkommt, dann kann ich dir versichern, dein Baby hat damit mehr als genug Abwechslung am Menüplan!

Babys haben gar kein Problem damit Wochenlang den gleichen Brei zu essen – im Gegenteil!

Wie geht es dann weiter?

Auf diese Weise näherst du dich Schritt für Schritt dem Mitessen am Familientisch.

Die Reissuppe kann reduziert, Gemüse- und Obstbrei mit anderen Getreidesorten gemischt oder „pur“ angeboten werden.

Du kannst den Brei jetzt auch komplexer gestalten, mehr Gemüsesorten zusammen mischen, mit Butter, Sahne oder Mandelmus reichhaltiger gestalten, mit Gewürzen mehr Pep verleihen, usw.

Bald kannst du auch auf das Pürieren verzichten und hie und da Fingerfood anbieten.

Bist du an diesem Punkt angelangt, lässt sich die TCM auch super mit BLW kombinieren, vorausgesetzt das angebotene Fingerfood ist gekocht. 🙂

Was bringt mir der Beikoststart nach TCM

Satte Kinder sind glückliche Kinder.

Satte Kinder schlafen besser und wachen nachts weniger oft auf.

Kinder die gut schlafen und gut essen gedeihen und entwickeln sich optimal.

Vor allem aber sind die Kinder gesund!

Mit Beikost nach den 5 Elementen wird das Verdauungssystem deines Babys nicht überfordert sondern in seinem Entwicklungsprozess optimal unterstützt!

Schwer- oder unverdauliche Nahrung bleibt nicht im Darm liegen um dort zu gären.

Sicher hast du schon gehört, dass ein Großteil des Immunsystems im Darm angesiedelt ist.

Ist der Darm gesund, ist dein Kind besser vor Krankheiten geschützt – Infektanfälligkeit, Husten, Ohrenentzündungen, Asthma, Allergien und und und…

Die 5 Elemente Ernährung ist sehr gehaltvoll – sprich reich an Vitaminen, Spurenelementen, Mineralien usw. und unterstützt die Entwicklung optimal.

Du kannst deinem Kind kein größeres Geschenk für sein zukünftiges Leben machen!

Wenn ich jetzt dein Interesse geweckt habe und du mehr erfahren möchtest, dann hinterlasse mir gerne einen Kommentar oder sichere dir gleich deinen Beratungstermin bei mir.

Ich kann dir versichern: bei mir wird TCM leichtgemacht 🙂 🙂 🙂

Deine Bettina

Add A Comment